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Auffahrunfall im Winter auf glatter Straße

Auffahrunfall im Winter: Das sollten Sie unbedingt wissen

Im Winter häufen sich die Auffahrunfälle. Die Straßen sind glatt, die Bremswege verlängert und durch die schlechtere Sicht kracht kracht es schneller, als man reagieren kann. Betroffene stehen nach einem Auffahrunfall dann oft mit klopfendem Herzen am Straßenrand und fragen sich: Wie schlimm ist der Schaden wirklich und was muss ich jetzt tun? Von außen sind oft nur ein paar Kratzer zu sehen, doch moderne Fahrzeuge verbergen hinter der Stoßstange empfindliche Sensoren, Halterungen und Elektronik, die bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten beschädigt werden können.

Gerade in der kalten Jahreszeit besteht zusätzlich das Risiko, dass Feuchtigkeit in die beschädigten Bereiche eindringt und Folgeschäden verursacht. Genau deshalb ist es wichtig zu wissen, wann ein Unfallgutachten sinnvoll oder sogar notwendig ist, um spätere Nachteile bei der Versicherung zu vermeiden.

Warum Auffahrunfälle im Winter besonders heikel sind

Wenn die Temperaturen fallen und sich eine glatte Eisschicht auf der Fahrbahn bildet, verlängern sich die Bremswege spürbar. Hinzu kommen Dunkelheit, Schneefall oder beschlagenen Scheiben, welche die Sicht erheblich einschränken. Auffahrunfälle gehören deshalb in der Winterzeit zu den häufigsten Unfallarten – oft sogar bei niedrigen Geschwindigkeiten, an Ampeln oder im Stop-and-Go-Verkehr.

Fahrzeuge werden im Winter generell stärker beansprucht. Die Kälte und die Feuchtigkeit greifen die Technik an, Streusalz wirkt auf die Karosserie und den Unterboden und moderne Assistenzsysteme sitzen heute direkt in der Stoßfängerzone. Schon ein scheinbar kleiner Rempler kann daher die Sensorik, die Halterungen oder elektronische Komponenten beeinträchtigen – Schäden, die von außen nicht sofort erkennbar sind.

Das tückische daran: Viele Probleme zeigen sich erst später. Feuchtigkeit kann in die beschädigten Bauteile eindringen und die Kabel korrodieren. Schon eine ganz leicht verzogene Struktur zeigt sich erst Wochen später durch Geräusche oder ein unsauberes Spurverhalten. Wer dann kein ordentlich dokumentiertes Gutachten hat, muss im Zweifel selbst zahlen, obwohl der Auslöser der Unfall war.

Wann ein Unfallgutachten notwendig oder empfehlenswert ist

Nach einem Auffahrunfall stellt sich die Frage: Reicht ein kurzer Check in der Werkstatt oder brauche ich ein professionelles Unfallgutachten? Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab, die sich gerade im Winter schnell summieren können.

Typische Fälle, in denen ein Gutachten empfehlenswert ist:

  • Der Schaden liegt über der Bagatellgrenze
    Schon bei Reparaturkosten ab etwa 700–750 Euro wird ein Unfall rechtlich nicht mehr als Bagatellschaden bewertet. Dann brauchen Versicherungen exakte Nachweise über den tatsächlichen Schaden.
  • Die Schuldfrage ist unklar
    Wenn Beteiligte unterschiedliche Aussagen machen oder der Unfallhergang nicht eindeutig ist, hilft ein Gutachten dabei, die Beweise zu sichern und spätere rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.
  • Gefahr verdeckter oder späterer Folgeschäden
    Besonders im Winter können Feuchtigkeit und Salz in die beschädigten Bereiche eindringen und erst Wochen später zu Korrosion, Elektronikdefekten oder Fahrwerksproblemen führen. Sie können dann nur noch schwer nachweisen, dass diese Schäden noch vom Unfall herrühren.
  • Wertminderung soll korrekt festgehalten werden
    Auch wenn ein Auto repariert wird, kann es im Wiederverkaufswert sinken. Ein Gutachten dokumentiert den Schaden und schützt Sie vor den finanziellen Nachteilen.
  • Versicherungsabwicklung ohne Risiko
    Ein unabhängiger Sachverständiger sorgt dafür, dass die tatsächlichen Reparaturkosten berücksichtigt werden und nicht nur das, was Versicherungen bezahlen möchten.

 

Auffahrunfall im Winter – Schadensbewertung durch GTÜ Prüfstelle

Wer kann ein Unfallgutachten durchführen?

Ein Unfallgutachten darf nur von qualifizierten Kfz-Sachverständigen oder anerkannten Prüfstellen erstellt werden. In einer GTÜ-Prüfstelle arbeiten ausschließlich Fachleute, die täglich mit der Fahrzeugsicherheit und gesetzlichen Vorgaben zu tun haben.

EOS Fahrzeugtechnik ist genau in diesem Bereich spezialisiert. Die Sachverständigen kennen sowohl den technischen Aufbau moderner Fahrzeuge und E-Fahrzeuge als auch die rechtlichen Anforderungen an eine korrekte Schadenbewertung. Das ist besonders wichtig, wenn verdeckte Schäden vermutet werden oder die Versicherung eindeutige Nachweise für die Regulierung benötigt.

Ein entscheidender Punkt: Der Gutachter arbeitet unabhängig. Es geht also nicht nur um das, was auf den ersten Blick sichtbar ist, sondern auch um Wertminderung, wirtschaftliche Folgen und alle Bauteile, die langfristig beeinträchtigt sein könnten. Vereinbaren Sie daher unverzüglich nach dem Unfall einen Termin für ein Unfallgutachten.

Diese wichtigen Zeitvorgaben sollten Sie nach einem Unfall im Winter beachten

Nach einem Auffahrunfall ist nicht nur wichtig, dass ein Gutachten gemacht wird, sondern auch wann. Je länger ein Fahrzeug unbegutachtet bleibt, desto größer ist das Risiko, dass wichtige Spuren verschwinden oder Folgeschäden nicht mehr eindeutig dem Unfall zugeordnet werden können.

Idealerweise wird das Gutachten innerhalb der ersten Tage nach dem Unfall beauftragt. Wer zu lange wartet, nimmt in Kauf, dass die Versicherung bestimmte Schäden anzweifelt oder zusätzliche Nachweise verlangt. Auch der eigene Zeitdruck steigt meistens, wenn die Fahrzeughalter Werkstatttermine oder Ersatzfahrzeuge organisieren müssen.

Tipp: Als GTÜ-Prüfstelle in Berlin bietet EOS Fahrzeugtechnik an den 4 Standorten in Berlin für die Begutachtung Ihres Fahrzeugs einen 24-Stunden-Service an.

Schritt-für-Schritt: So verhalten Sie sich nach einem Auffahrunfall im Winter

Das Wichtigste zuerst: Ruhe bewahren. Ein Unfall ist immer eine Stresssituation. Prüfen Sie, ob Personen verletzt sind, sichern Sie die Unfallstelle und atmen Sie einmal durch. Erst wenn Sie sich einen Überblick verschafft haben, folgt alles Weitere.

Damit Sie Ihre Rechte wahren und später keine Nachteile bei der Regulierung des Schadens entstehen, gehen Sie anschließend wie folgt vor:

Schritt 1: Unfall und Bedingungen dokumentieren

  • Fotos von allen Schäden, dem Umfeld, Bremsspuren, Kennzeichen
  • Unfallbericht ausfüllen, Kontaktdaten/Versicherung des Gegners sichern
  • Zeugen ansprechen
  • Wichtige Faktoren festhalten: Glätte, Sicht, Schneebelag

 

Schritt 2: Schaden grob einschätzen – aber Vorsicht vor Fehlentscheidungen

  • Auch bei kleinen Dellen können verdeckte Schäden an Sensorik oder Struktur entstehen
  • Wenn Sie unsicher sind, lieber nicht allein auf Einschätzungen der gegnerischen Versicherung verlassen

 

Schritt 3: Professionelles Unfallgutachten beauftragen

  • Ein unabhängiger Sachverständiger stellt fest, was tatsächlich beschädigt wurde
  • Das Gutachten schafft eine rechtssichere Grundlage für Reparatur, Wertminderung und Schadenersatz

 

Auffahrunfälle im Winter können jeden treffen – umso wichtiger ist es, im Ernstfall die richtigen Schritte einzuleiten. Im Zweifel gilt: lieber ein unabhängiges Unfallgutachten, als später auf den Kosten sitzenzubleiben.